Kompetenzen entwickeln - Beschäftigung sichern -  Chancengleichheit schaffen

 25 Jahre Überbetrieblicher Verbund Region Wolfsburg e.V.

Vor 25 Jahren, am 28. April 1994, gründeten 10 Unternehmen und Einrichtungen aus Wolfsburg den Überbetrieblichen Verbund Region Wolfsburg e.V. (ÜBV). Initiiert wurde dies von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft in Wolfsburg. Sie ist gleichzeitig auch die Geschäftsstelle des Verbundes.

Drei der ursprünglichen Gründungsunternehmen, das Autohaus Wolfsburg, Hotz und Heitmann GmbH & Co.KG, die Werbeagentur CMdesign aus Wolfsburg und die Stadtwerke Wolfsburg engagieren sich bereits seit 25 Jahren im ÜBV. Dieses beispielhafte Engagement wurde bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung, die beim Mitgliedsbetrieb H&D – An HCL Technologies Company in Gifhorn stattfand, besonders geehrt.

v.l.n.r.: Olaf Radtke, Autohaus Wolfsburg; Wolfgang Kottmeyer, CMdesign Wolfsburg

  v.l.n.r.: Olaf Radtke, Autohaus Wolfsburg;
Wolfgang Kottmeyer, CMdesign und
Harald Behrends, Stadtwerke, beide Wolfsburg

Aktuell hat der Überbetriebliche Verbund 50 Mitgliedsunternehmen. Es handelt sich hier um Klein- und Mittelständische Betriebe (KMU) der Region Wolfsburg - Gifhorn – Helmstedt. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, im Dialog die existenzsichernde Beschäftigung von Frauen zu unterstützen und gleichzeitig die Fachkräftesicherung für die Betriebe zu erreichen.

Gemeinsames Bestreben des Verbundes ist die Förderung der Chancengleichheit von Frauen in der Wirtschaft und die Familienfreundlichkeit in Unternehmen sowie die Beschäftigungssicherung von Frauen und Männern in der Elternzeit. „Die Vielfalt der sich einbringenden Betriebe und die mitgeteilten Erfahrungsberichte sind stets eine gegenseitige Bereicherung für alle Mitgliedsbetriebe“, stellte Geschäftsstellenleiterin des ÜBV, Bettina Klim, zufrieden fest.

Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege war auch auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung (s. Gruppenfoto) ein wichtiges Thema. So gibt es neben dem Geschäftsbericht für 2018 und der Vorstellung des Arbeitsprogramms für 2019 zwei Beiträge zu diesem Thema.

Welche praktikablen Lösungen kann es geben, um insbesondere Mitarbeiter, die durch die Pflege von Angehörigen belastet sind, im Unternehmen zu halten? Dieser Frage widmete sich das Projekt „Initiative zu Empowerment durch Partizipation – Bedarfsanalyse und Lösungswerkstatt zur Stärkung regionaler KMU“. 13 Betriebe, wovon acht Mitgliedsbetriebe des ÜBVs sind, nahmen an dem von der Wolfsburg AG initiierten Projekt teil.

Shanna Weiser, die das Projekt von Seiten der Wolfsburg AG leitete und Simuna Karadzic-Nahler, vom Kooperationspartner Allianz für die Region, stellten die betrieblichen Ergebnisse vor. Gemeinsam mit allen Projektpartnern wurde ein Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, ein Kurzvortrag mit Plakat-Ausstellung, ein Musterflyer, eine Checkliste für Betriebsunterweisungen sowie eine Wissenssammlung erarbeitet.

„Mit dem Abschluss des Projektes war es wichtig, die Ergebnisse nachhaltig zu sichern und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Weiser. „Dies wurde mit der Übergabe an den Überbetrieblichen Verbund Region Wolfsburg e.V. realisiert.“ In der Geschäftsstelle des Verbundes können Unternehmen die Materialien anfragen und weitere Informationen zur Mitgliedschaft erhalten.

Im zweiten Beitrag stellte Brigitte Kaminski vom Überbetrieblichen Verbund Frau + Wirtschaft Lüneburg.Uelzen e.V. auf kollektiven Wunsch der Mitgliedsbetriebe des Verbundes das FaMi-Siegel für Unternehmen vor. „Das FaMi-Siegel ist ein tolles Bindungsinstrument für KMU und insbesondere Kleinstbetriebe“, ist sich Brigitte Kaminski sicher. Denn auch hier ist der Hintergrund das Gewinnen und Halten von Fachkräften durch familienfreundliche Maßnahmen. Bettina Klim freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Partnerverbund in Lüneburg.Uelzen. „Bereits sechs Mitgliedsbetriebe aus der Region Wolfsburg sind in 2018 mit dem FaMi-Siegel ausgezeichnet worden.“ In naher Zukunft werden es wohl noch mehr sein, denn es meldete spontan ein weiteres Unternehmen Interesse an.

Gern können sich Unternehmensvertreter über die Ziele und Angebote des Verbundes und die Vorteile einer Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen bei Bettina Klim, Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft und Geschäftsstelle des Verbundes, informieren: Telefon 05361 897-2880, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.frauundwirtschaft.de

Vertreter der Mitgliedsbetriebe des ÜBV bei der Jahreshauptversammlung    Fotos: ÜBV


 
Workshop für Frauen mit dem Titel
"Bewerbungsgespräche authentisch meistern" erfolgreich durchgeführt


Manchmal bedeutet das vermeintlich Einfache eine große Herausforderung. Zum Beispiel das Meistern von Bewerbungsgesprächen nach einer längeren beruflichen Pause oder wenn eine Umorientierung nach langjähriger Mitarbeit beispielsweise aufgrund einer Standortaufgabe des Unternehmens erforderlich wird.

Zehn Frauen aus Süd-Ost-Niedersachsen nahmen im Mai an dem fünf Seminartage umfassenden Bewerbungstraining der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Wolfsburg-Gifhorn-Helmstedt teil.

Nach intensiver Vorbereitung zum Thema Ressourcen und zielgerichteten Ansatzpunkten bei Bewerbungen sowie einem Stimmtraining wurden Gesprächssituationen, wie sie in der Realität vorkommen, geschult und vorbereitet.

Die Seminartrainerin Karin Klaus-Witten ist von diesem konsequent ressourcenorientiertem Seminaraufbau absolut überzeugt: „Mich berührt es immer wieder, die Frauen in diesem Seminar zu begleiten und zu erleben, wie sie wachsen. Insbesondere die erlebte Wirksamkeit dieses Seminars für Frauen ist für mich äußerst wichtig. Ich freue mich sehr, dabei sein zu dürfen und die Teilnehmerinnen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“

Kooperationspartner für die realitätsnahen Gesprächssituationen ist das Institut Recht, Personalmanagement und Personalpsychologie der Ostfalia. Die angehenden PersonalerInnen des Instituts haben sich wie die Frauen intensiv und konkret auf eine bestehende Stellenausschreibung vorbereitet. Eine wirklichkeitsnahe Bewerbungssituation wurde so geschaffen.

Die Studierenden des eigens für diese Kooperation eingerichteten Wahlpflichtfaches wendeten „Ressourcenorientierte Interviewführung“ bei den Teilnehmerinnen an. Frage-, Reflexions- und Feedbacktechniken wurden in einer Live-Gesprächssituation erprobt – eine willkommene praktische Erfahrung für beide Seiten.

Über dies leistet das o.g. Institut der Fakultät Recht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel mit dieser Kooperation ganz wie im Rahmen der „Dritten Mission“ der Hochschulen (neben den klassischen Aufgaben der Forschung und Lehre) gefordert, einen zusätzlichen Beitrag im Sinne von sozialgesellschaftlichem Engagement.

Das im Studium erworbene Wissen der Eignungsdiagnostik und Interviewführung wird von den Studierenden genutzt, um Frauen bei deren beruflicher Neuorientierung zu unterstützen. „Ich bin dankbar um diese besondere Kooperation, da meine StudentInnen so ihr erlerntes Wissen zur Führung von ressourcenorientierten Personalgesprächen in der Realität anwenden können“, so Prof. Dr. Monika Aldinger von der Ostfalia.

„Es entsteht eine echte Win-Win-Situation, von der die Studierenden, die beratenen Frauen und die Betriebe der Region profitieren, indem ihnen der Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften erschlossen wird, auf die sie sonst wahrscheinlich nie aufmerksam geworden wären“, ergänzt Veranstaltungsinitiatorin und Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Bettina Klim.

Es war aufgrund der hohen Nachfrage innerhalb kurzer Zeit die dritte Auflage des Seminarangebotes. Das logisch folgende Commitment der Beteiligten: „Eine Wiederholung dieses Veranstaltungsformates für 2020 wird geplant!“

Vorne 1. Reihe von links nach rechts: Karin Klaus-Witten (Seminartrainerin),  
Bettina Klim (Leitung Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft WOB-GF-HE)
Reihe 2 links: Prof. Dr. Monika Aldinger (Institut Recht, Personalmanagement und Personalpsychologie, Ostfalia Wolfenbüttel) mit den StudentInnen der Ostfalia und den TeilnehmerInnen                                                        Bild: Wolfsburg AG

 


Fünfteiliger Workshop im Mai 2019 für Frauen, die ihren Wiedereinstieg in den Beruf planen oder sich beruflich verändern wollen und sich dazu für ein Vorstellungsgespräch bei einem potenziellen Arbeitgeber vorbereiten möchten.

Der Workshop besteht aus fünf aufeinander aufbauenden Teilen. Er findet jeweils von 08:30 bis ca. 15:00 Uhr in Wolfsburg statt. Die Termine des Workshops sind:

Montag, 06.05.; Dienstag, 07.05.; Mittwoch,15.05.,
Montag, 20.05. und Mittwoch, 22.05.2019

Die Workshop-Reihe kann nur zusammenhängend mit allen Terminen gebucht werden.
Sie ist gebührenfrei und begrenzt auf maximal 12 Teilnehmerinnen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. 
Interessierte Frauen können sich gern unter 05361 897-2880 oder über unser online-Anmeldeformular auf unserer Veranstaltungsseite anmelden.

Nachfolgend eine kurze Beschreibung zum Inhalt:

Im Teil 1 und 2 geht es inhaltlich u.a. um wesentliche Ansatzpunkte für ein zielgerichtetes und überzeugendes Bewerbungsgespräch, bewusst machen der eigenen Ressource und deutlich machen der mitgebrachten und geforderten Qualifikationen im Bewerbungsgespräch.

Im dritten Teil lautet das Credo: Auch bei einem Bewerbungsgespräch macht "der Ton die Musik - zeigen Sie Präsenz mit Ihrer Stimme!". Hier erhalten Sie Informationen und erste Eindrücke zu den möglichen Werkzeugen, welche die Stimme bietet.

Im Teil 4 und Teil 5 sind ressourcenorientierte Interviews bzw. Übungseinheiten mit Feedback eingeplant. Hier heißt es Üben, Üben, Üben...

Die Seminarteile 4 und 5 erfolgen in Kooperation mit der Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften Wolfenbüttel und dem dort ansässigen Institut für Personalmanagement und Recht.


Ergebnisse im Projekt „Initiative zu Empowerment durch Partizipation“ vorgestellt
Betroffene wünschen mehr Flexibilität und Information
Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erstellt

Eine flexiblere Arbeits- und Urlaubsplanung, eine pflegesensible Unternehmenskultur sowie Informationsangebote: Das wünschen sich Berufstätige, die zusätzlich Pflegeaufgaben wahrnehmen, von ihren Arbeitgebern.

Zu diesem Ergebnis kommt das aus EU-Mitteln geförderte Projekt „Initiative zu Empowerment durch Partizipation - Bedarfsanalyse und Lösungswerkstatt zur Stärkung regionaler KMU“. Daran hatten seit April 2017 Vertreter aus 13 kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Wolfsburg und dem Landkreis Helmstedt teilgenommen. Auf Basis der formulierten Bedarfe entstanden Angebote, die exemplarisch in den Unternehmen erprobt wurden.

„Zu den praxisnahen Lösungen gehören ein Leitfaden zum Thema Pflege und Beruf, eine Checkliste für Betriebsunterweisungen, ein Muster-Informationsflyer sowie eine Plakatausstellung“, erläutert Kathrin Ebeling, Leiterin GesundheitsWirtschaft bei der Projektträgerin Wolfsburg AG. Die Unterlagen erhalten interessierte Unternehmen künftig beim Überbetrieblichen Verbund Region Wolfsburg e.V.
Der Leitfaden steht auch unter www.frauundwirtschaft.de/beruf-und-pflege-leitfaden zur Verfügung.

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(v.l.) Dr. Frank Fabian, Angelika Schröter, Kathrin Ebeling, Bettina Klim,
Matthias Wunderling-Weilbier, Shanna Weiser, Anja Schilling

Übergabe des Leitfadens zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege an den
Überbetrieblichen Verbund Region Wolfsburg e.V.
                                                                           Fotos: Wolfsburg AG

 

 

 


Koordinierungsstelle
Frau und Wirtschaft
Wolfsburg - Gifhorn - Helmstedt

Schillerstr. 6
38440 Wolfsburg
Telefon: 05361 897 - 2880
Mail: info@frauundwirtschaft.de

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